Übermäßige Angst ist gefährlich

Seit knapp einem halben Jahr herrscht Krieg in Europa und die russische Invasion bringt unermessliches Leid für die Menschen in der Ukraine. Und jetzt droht auch noch ein Konflikt mit China.

Die freie und demokratische Welt hat auf diesen gefährlichen Bruch des Völkerrechts durch Russland mit erstaunlicher Einigkeit und Konsequenz reagiert und eine Reihe von wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland verhängt. Natürlich schaden diese Sanktionen auch uns. Viele Rohstoffe wurden deutlich teurer und das Gas aus Russland fließt nur noch sporadisch und spärlich. Die durch die Corona-Pandemie eh schon angeschlagenen Lieferketten sind durch den Krieg noch einmal zusätzlich belastet. Nahrungsmittelpreise steigen zum Teil dramatisch, da die Ukraine als großer Exporteur von Agrarprodukten weitgehend ausgefallen ist. Das alles spüren wir als Verbraucher beim täglichen Einkauf.

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Die Rückkehr der Zinsen

Wer derzeit vor dem Erwerb einer Immobilie steht wird es bedauern: 10-Jahreshypotheken, die vor wenigen Monaten noch für unter 1 % zu haben waren, kosten aktuell über 2 %. Das wird in Anbetracht der hohen Immobilienpreise und stetig steigender Baukosten manchen Traum vom Eigenheim platzen lassen.

Inflationsraten von über 7 % in Europa und deutlich über 8 % in den USA setzen die Notenbanken unter enormen Druck ihre bisherige Null- und Minuszinspolitik zügig zu beenden. Weltweit steigen daher die Leitzinsen und die Diskussionen über das angemessene Tempo dieser Zinserhöhungen wird nahezu täglich schärfer. Lediglich China, dass die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der scheiternden „Null-Covid-Politik“ immer mehr zu spüren bekommt, ist eher in Richtung einer lockereren Geldpolitik unterwegs.

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Planwirtschaft in der Geldanlage?

Nachhaltige Geldanlagen liegen zurecht voll im Trend. Wer möchte nicht mit seinem Geld auch Gutes bewirken, oder zumindest Schlechtes möglichst vermeiden? Fristeten „grüne“ Finanzprodukte lange ein Schattendasein, stehen Sie heute im Fokus: Nahezu alle Banken und Fondsgesellschaften stellen ihr Produktangebot auf Nachhaltigkeit um. Dahinter steht leider sehr oft nicht die Überzeugung der Anbieter, sondern der Gesetzgeber, der mit der EU-Taxonomie einen völlig neuen Rahmen für die Geldanlage schafft. Mit mehr oder weniger bürokratischem Druck wird ein Rahmen für nachhaltige und damit gute Geldanlagen vorgegeben, an dem sich Vermögensverwalter und Fondsmanager zu orientieren haben. Selbstverständlich ist das alles freiwillig, doch wer das nicht umsetzt, muss mit deutlichen „Warnhinweisen“ arbeiten.

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Raus aus dem Dauer-Krisenmodus der Geldpolitik!

Wir haben uns längst an die Nullzinspolitik der europäischen Zentralbank gewöhnen müssen. Auch Strafzinsen (oder freundlicher: Guthaben-aufbewahrungsgebühren) auf mühsam Erspartes, die bis vor einiger Zeit nur wenige trafen, werden mittlerweile nahezu flächendeckend erhoben.

Durch umfangreiche Anleihekäufe am Kapitalmarkt seit der Euro-Schuldenkrise und nochmal deutlich verschärft im Rahmen der Corona-pandemie sorgt die Notenbank für extrem günstige Finanzierungskonditionen für Unternehmen, private Häuslebauer und Finanzminister der Eurozone.

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